Nichts wie weg hier

Das hat sich wohl dieses Blässhuhn auf meinem heutigen Titelbild gedacht und seinen Schwimmrhythmus auf „Volle Kraft voraus“ gestellt – so sieht jedenfalls die Bugwelle aus. Das Huhn kannte da die absurden Nachrichten in Sachen Corona-Sperre noch nicht. Sperre ist übrigens der deutsche Begriff für Lockdown – klingt aber für die deutschen Politiker und Journalisten wohl nur halb so interessant.

Ja, in Berlin und den gleichgeschalteten Fürstentümern und Königreichen sitzen lauter blinde Hühner (und Gockel), alles voran Mutti in der ersten Reihe. Sie haben jetzt alle die Hosen gestrichen voll, dass es noch schlimmer kommt mit Corona. Das wahre Problem ist aber leider: es kommt schlimmer wegen der unsäglichen Fehlentscheidungen.

Der König aus Bayern hat inzwischen kapiert, dass das Unheil aus Tirol, vom Karneval und dem Starkbierfest in Niederbayern kam. Ihr Hirschen! Das war doch vorher klar, warum habt ihr nicht früher zur Sperrstunde geläutet und dieses unsägliche Zustand für das Land verhindert? Aber jetzt wollt Ihr alle den Retter spielen? Ich fasse es nicht! Alles, was hier gerade passiert, wird auf Jahre die Juristen und Gerichte beschäftigen. Tirol und Österreich sind pleite, wenn sie für den angerichteten Schaden aufkommen müssen. Und der ein oder andere Politiker in Deutschland bekommt hoffentlich auch noch was ab. Mindestens der kleine große Narr aus NRW.

Zum Thema „Wie manipuliere ich so lange Zahlen, bis alle verwirrt sind und ich eine neue Begründung für meine Maßnahmen habe“ ist das RKI derzeit unangefochtene Spitze. Dazu empfehle ich diesen Beitrag von Professor Stefan Homburg aus Hannover. Im Kern geht es darum, das wir aufgrund des Zielgrößenwechsels noch lange in dieser Sperre verharren werden. Denn das RKI will nun eine Reproduktionsrate deutlich unter 1.

Erstens ist es nicht sinnvoll, jeden einzelnen Sterbefall infolge einer Coronainfektion zu eliminieren. In Anbetracht unzähliger Verkehrs-, Arbeits- und Freizeitunfälle müsste man dann alle menschlichen Aktivitäten untersagen. Zweitens sinkt beim Ausrottungsziel die Zahl derjenigen Personen, die trotz Infektion gesund bleiben und anschließend immun sind. Will man zum Start der nächsten Virensaison einen neuen Lockdown? Jedes Jahr? Drittens müssen Sterbefälle mit Coronadiagnose gegen andere Sterbefälle aufgerechnet werden, die erst durch den Lockdown entstehen. Wer zählt die Menschen, die wegen verschobener Operationen gestorben sind? Wer zählt die Suizide, die erfahrungsgemäß schon bei leichten Rezessionen zunehmen? Und wer bedenkt, dass eine marode Volkswirtschaft auf Dauer auch im Gesundheitssystem kürzen muss?

Professor Stefan Homburg, Gastbeitrag „Die Welt“, 15.4.2020

So, dass sollte reichen für den Aufreger des Tages. Dafür war der Mittagsspaziergang wieder sehr schön. Es gab eine Waldseerunde. Ein paar Reiter und eine Handvoll Spaziergänger waren unterwegs. Und ich hatte wie immer Gelegenheit, ein paar alte und neue Motive einzusammeln. Habe immer noch das 90-280er Tele an der Kamera, macht mir im Moment viel Freude.

Es ging los mit einem der Ahornbäume am Stuckenmühlenweg. Hier platzen jeden Tag mehr Blätter aus den Knospen hervor.

Ahornblüten und Blätter in der Mittagssonne

Auf dem Waldweg hatten sich zwei Eichelhäher im Baum vor mir versteckt, einen habe ich erwischt.

Ein Eichelhäher versteckt sich hinter einem Ast

Dieser Weg am Rand der Felder ist bei diesem Licht einfach wunderschön.

Weg am Waldrand in der Nähe des Waldsees

Er bildet mit einem Feld und einem anderen Weg ein Dreieck mit dichtem Gehölz, in das sich oft die Rehe zurückziehen.

Blick in das Dickicht am Waldrand

Am See dann heute mal ein schöner Blick über den kleinen Steg.

Der Steg am Waldsee Krähenwinkel
Schilfgräser am Waldsee im Gegenlicht

Beim der Umrundung des kleines Sees dann Wasserpflanzen in der Mittagssonne, alles leuchtet grün.

Wasserpflanzen und Bäume spiegeln sich im Wasser des Waldsees

Dazwischen schwamm ein Stockentenpärchen.

Ein Stockentenpaar zwischen Wasserpflanzen auf dem Waldsee

Und dann das oben schon gesehene Blässhuhn in voller Fahrt.

Ein Blässhuhn schwimmt auf dem Waldsee
Informationstafel am Waldsee Krähenwinkel

Auf dem Rückweg posierte noch ein Pferd vor seinem Stall in der Sonne.

Ein Pferd vor seinem Stall

Mal sehen, was es morgen zu sehen gibt.

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