90 mm Farbe Portrait

Headshot Session No 1

Heute habe ich ein paar Bilder meiner ersten Headshot-Session vom letzten Wochenende dabei. Ich hatte mir dazu das folgende Licht-Setup zusammengestellt: zwei 500 Watt-Strahler mit Softboxen, die ich auf 45% eingestellt hatte, schräg links und rechts vom Modell, und einen älteren 250 Watt-Spot mit weißem Schirm, mit dem ich etwas Licht von unten setzte. Als Hintergrund diente und abwechselnd die weiße Wand oder ein faltbarer schwarzer Hintergrund. Die Leica SL war mittels Tetherkabel direkt mit meinem Laptop und Lightroom verbunden, so daß sowohl ich als auch mein Modell schnelles Feedback über die Ergebnisse bekamen.

Das Thema Headshot finde ich sehr spannend, denn man ist hier als Fotograf wirklich gefordert. Wenn der Arbeitsplatz (Kamera, Licht, PC) entsprechend hergerichtet ist und das Modell dann platziert wird, dreht sich alles um die zielgerichtete Kommunikation mit dem Modell.  Wir haben verschiedene Positionen ausprobiert, das Modell hat Blick, Gesichtsaudruck und Kopfposition immer wieder entsprechend meinen (und durchaus auch ihren) Wünschen angepasst und ich habe mit diversen Blendeneinstellungen experimentiert, um ein Gefühl für das neue Objektiv zu entwickeln.

Eigentlich hatte ich vor, die Kamera auf das Stativ zu setzen, aber die Schnellwechselplatte war nicht aufzufinden. Nun, die SL mit dem APO-90er ist nicht so schwer, als das man das auch nicht aus der Hand bewältigen kann.  Für einige Aufnahmen hatte ich auch ein Monopod angeschraubt, was auch gut dabei hilft, die Höhe und Position im Rahmen zu halten.

Für die Nachbearbeitung der Bilder habe ich heute das erste Mal Capture One ausprobiert. Ich hatte von den Möglichkeiten der Hauttonanpassungen gelesen, und tatsächlich ist das ein Effekt, der die Arbeit wirklich stark erleichtert. Man muß sich allerdings doch auf einen etwas anderen Workflow einstellen, aber am Ende macht der Aufbau von Capture One für mich sehr viel Sinn. Ich werde mich wahrscheinlich nicht sofort komplett von Lightroom verabschieden, aber mittelfristig ist das ein Ziel.

Einzig das Thema „Dodge & Burn“ habe ich noch über Photoshop abgebildet, aber ich bin dabei, mir eine Variante direkt über Capture One anzueignen, damit ich eventuell auch auf Photoshop ganz verzichten kann. Mal sehen, ob das gelingt.
Von den etwas mehr als 450 Fotos, die entstanden sind, haben es diese drei in den Artikel geschafft:

Die Bilder habe ich im Format 4:3 beschnitten – ein Format, das besonders für Headshots gerne genommen wird.  Ich gehe hier sehr sparsam mit den Anpassungen um. Dazu gibt es hier noch zwei Schnappschüsse aus dem Studio, die habe ich im Format 3:2 belassen:

Auf jeden Fall hatten wir viel Spaß – obwohl das Modell auf den Bildern oben recht kritisch schaut
Es war für mich sehr lehrreich und die ersten Bilder können sich wie ich finde durchaus sehen lassen. Ich arbeite an meiner Checkliste für den Ablauf eines Headshot-Termins, es gibt hier viele Informationen im Netz und natürlich das Buch von Peter Hurley, das ich mir vor einiger Zeit besorgt hatte. Auch das Thema Augen-Make-Up wollen wir noch ein wenig variieren.

Am übernächsten Wochenende sind wir wieder im Studio. Und am kommenden Wochenende stehen Porträts unter freiem Himmel auf dem Programm. Begeistert bin ich auch vom APO-Summicron-SL 90 – ich habe selten bei der Nachbearbeitung so wenige Anpassungen vorgenommen wie mit diesem Objektiv.

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