28 mm 50 mm Automobil Dokumentation Farbe Schwarz-Weiß

Bremen Classic Motorshow – Impressionen

Zum Ende meiner kleinen Beitragsreihe zur Bremen Classic Motorshow möchte ich noch ein paar allgemeine Eindrücke von der Veranstaltung vermitteln und einige Exponate vorstellen, die mir persönlich besonders gefallen haben.

Ich zeige hier nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was es auf dieser Veranstaltung zu entdecken gibt – das Angebot ist so umfangreich, daß man auch problemlos die kompletten drei Tage hier verbringen kann.

Die Motorradaustellung habe ich z.B. nur im Vorbeigehen wahrgenommen – das liegt daran, daß ich zu Motorrädern nicht wirklich einen Draht habe. Mein Interesse gilt in erster Linie klassischen Limousinen und GTs. Und hier wiederum hege ich eine besondere Begeisterung für englische und französische Fahrzeuge.

Aber auch eine ausgesprochen hübsche Italienerin, zwei deutsche Klassiker aus Stuttgart, einen Straßenkreuzer aus den USA, eine französische Gangsterlimousine und natürlich zwei Bremer Klassiker habe ich in diesem Beitrag dabei.


Bentley R-Type Contintal, 1954 – am Stand der Autostadt Wolfsburg war diesen Prachtsück zu sehen. Was für eine geniale Form, welche Ausmaße! Der Continental von Bentley ist gerade heute wieder aktuell, wurde doch kürzlich erst der neue GT präsentiert. Und auch die dritte Generation des GT bleibt der Form des Urpsrungsdesigns treu. Manche Formen und Proportionen braucht man eben nur für die jeweiligen Dekaden ein wenig anzupassen. Dieser Wagen war zweifelsohne ein Highlight der Messe.


Jaguar Mk II und Jaguar XJ Series I – eine Nummer kleiner, dafür mit vier Türen und nicht weniger klassisch, kommen hier zwei andere bekannte Engländer daher. Am Mk II gibt es wohl außer den senkrechten Fensterleisten so gut wie keine gerade Linie. Dieses Design macht den Mk II zu einem Oldtimer, der immer noch ein paar Jahre älter wirkt als er eigentlich ist.

Das erste Exemplar stand in der Mitte eines Klassiker-Paketes  in schönem Licht, so daß ich ein paar Aufnahmen des Jaguar Leapers machen konnte. Das zweite Exemplar fand ich auf einem Stand mit Union Jack im Hintergrund. Beide Fahrzeuge waren zufälligerweise in der gleichen Farbe lackiert.

Der wunderschöne XJ Series I war am Stand des JAG-Clubs zu finden. Der hat mich doch sehr an meine Schulzeit erinnert. Ein Schulfreund fuhr damals eine Serie II Limousine und kaufte sich dann später noch ein Coupe dazu. Wir haben oft unser letztes Taschengeld für die Tankfüllungen zusammengekratzt, um eine Runde um den Starnberger See zu drehen. Das war Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrunderts, da kostete der Liter Super auch schon mal 2 DM.


Alfa Romeo 2600 – das ist die hübsche Italienerin, die ich oben schon erwähnte. Was für ein Hüftschwung, was für Augen, was für Kurven. Wer hier nicht schwach wird, ist selber schuld! Dieser Alfa hätte auch gut auf die GT-Sonderschau-Fläche gepasst.


Cadillac DeVille Convertible – ein Caddy darf in meiner Impressionen-Sammlung nicht fehlen. Es waren einige zu sehen, diesen hier fand ich besonders schön.


Mercedes SL „Pagode“ – vorher und nachher. In diesem Fall natürlich zwei verschieden Autos. Das vergessene Wrack wurde auf Teneriffa aus seinem Dornröschenschlaf erlöst und war am Stand des SL-Clubs zu sehen. Der Wagen soll tatsächlich restauriert werden.

Vielleicht sieht er danach einmal so aus wie das Exemplar an einem anderen Stand, das als Beispiel für eine Premium-Restauration gezeigt wurde. Und dieser weiße SL könnte getrost als neuwertig bezeichnet werden. Eindrucksvoll, was Profis mit viel Liebe zum Detail auf die Beine stellen können.


Das Publikum bestaunte immer wieder die angebotenen und ausgestellten Fahrzeuge, man kam schnell ins Gespräch, sei es, daß man selbst vor Jahren ein Fahrzeug dieses Typs gefahren hat – in meinem Fall waren es tatsächlich drei Mercedes /8 – und einer sogar in genau der gezeigten Ausführung am Stand des MB /8 Clubs. Strich 8 … 2018 … tatsächlich: dieser Alltagsklassiker aus Stuttgart wurde vor einem halben Jahrhundert präsentiert. Kinder, wie die Zeit vergeht!

Ein wenig weiter konnte man sich mit Kaffee und Leckereien am (Citroën) HY-Café stärken. Und an den Ständen der verschiedenen Händler konnte man die Exponate und deren Preisschilder betrachten oder auch gleich in Verhandlungen eintreten.


Gegen Ende meiner Tour durch die Messehallen machte ich noch bei einem Citroën Traction Avant halt. Auch das ein Klassiker, der mir nach wie vor sehr am Herzen liegt. Hier wunderschön präsentiert am Stand eines Clubs.

Und was wäre die Bremen Classic Motorshow ohne mindestens eine Isabella des Bremer Traditionsherstellers Borgward. Für mich nach wie vor eines der schönsten deutschen Coupés. Ich würde mir wünschen, das eines Tages wieder eine neue Isabella auf den Straßen rollt. Es gibt immerhin schon eine fast unglaubliche Konzeptstudie – ich bin gespannt was die Zukunft hier bringt.


Mein Fazit: ein rundum gelungene Veranstaltung und ein schöner Auftakt in die neue Klassiker-Saison. Jetzt könnte der Winter denn auch bald mal wieder zu Ende sein…

Einen besonderen Dank möchte ich dem Presse-Team der Messe Bremen aussprechen. Ich hatte mich akkreditieren lassen und ein Presseticket erhalten. Es gab eine Pressemappe und die Möglichkeit, zwischendurch auch mal kurz am Pressestand eine Pause einzulegen – einschließlich Versorgung mit Getränken und Mittags-Imbiss. Die Mitarbeiterinnen am Empfang und am Stand waren sehr professionell und versprühten gute Laune. So macht ein Messebesuch einfach Freude!

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