Brian Auger’s Oblivion Express Live in der Blues Garage Isernhagen

Brian Auger machte am vergangenen Samstag Halt mit seinem Oblivion Express in einem der angesagtesten Blues-Clubs Norddeutschlands. Auch wenn Jazz hier eher zur Ausnahme im Kalender gehört war die Garage sehr gut besucht. Denn Brian Auger (78 – Hammond Orgel, Keyboard) und seine Express-Kollegen sind alle Weltklasse-Musiker. Da ist natürlich Alex Ligertwood (70 – Gesang, Gitarre, Percussion), der Anfang der 70er Jahre schon zur Express-Besatzung gehörte, bevor er viele Jahre mit Santana unterwegs war, dann Brians Sohn Karma Auger (Schlagzeug) und Travis Carlton (Bass – Sohn des Gitarristen Larry Carlton). Und die Band ist nicht zum ersten Mal in der Blues Garage.

Alex Ligertwood habe ich übrigens zuletzt in der 80ern mit Santana gesehen, wenn ich mich recht erinnere in der Olympiahalle oder in Open-Air in Riem. Und da ist dann auch das besondere an einem Club-Konzert mit Weltstars – man ist hier ganz nah dran, mittendrin im Geschehen, es entwickelt sich ein direkter Kontakt zwischen den Musikern und dem Publikum. Ich habe einige Pressebeiträge der letzten Konzerte der Deutschland-Tour gelesen und ich darf sagen, dass sich der Abend in der Bluesgarage nahtlos einreiht in die positiven Berichte der anderen Abende. Obwohl die Band aufgrund einer Autopanne verspätet ankam und der Soundcheck teilweise erst nach Einlass des Publikums stattfand, haben sich die Musiker nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Diese Besetzung aus zwei Musikergeneration ist sowieso ein Phänomen. Karma Auger und Travis Carlton bereiten ein virtuos und mit allerlei Finessen gespicktes Fundament, auf dem die beiden älteren Herren Brian Auger und Alex Ligertwood einen Klangteppich ausbreiten, der wohl so einmalig ist. Und wenn der Oblivion Express dann Fahrt aufgenommen hat ist das wahre Alter der beiden schnell vergessen. Während Brian Auger viele der Titel ausführlich anmoderiert – teilweise auf Deutsch – und immer wieder Informationen zur Entstehung gibt, ist Alex Ligertwood als Entertainer voll in seinem Element, er sprüht förmlich vor guter Laune und bezieht das Publikum immer wieder mit ein.

Zwei Sets und eine Zugabe standen auf dem Programm und in der Pause wurden außerdem Schallplatten signiert. Das Publikum begleitete Soloparts immer wieder mit Szenenapplaus und ist während der drei Stunden Fahrzeit bestens bedient worden. Ein außergewöhnlicher Abend, den man so schnell nicht vergisst.

Meine Fotoauswahl habe ich komplett in Schwarzweiß entwickelt. Alle Bilder aufgenommen mit der Leica SL und dem Summilux-SL – zur Zeit mein Lieblingsobjektiv, da hat es das Noctilux im Moment gerade schwer…
Am Ende des Artikels habe ich noch einige Videos verlinkt – für diejenigen Leser, die möglicherweise gar nicht wissen, wovon ich hier schreibe.

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