Photokina 2014

Schon wieder zwei Jahre vorbei – jedenfalls nach Photokina-Rechnung. Diesmal habe ich mich für zwei Tage nach Köln begeben – ausgestattet mit einem Presseticket

Mit dem Datum 2014 gibt es gleich ein zweifaches Jubiläum bei Leica: 100 Jahre Leica und 60 Jahre M. Und Leica war eigentlich auch der einzige Grund, mich erneut in den Messe-Rummel zu stürzen. Wer also nun einen umfänglichen Bericht über einen ausgedehnten Messerundgang durch alle Hallen erwartet, der wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Ich ging direkt zu Halle 1.

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Nach einer kurzen Durchsicht der Neuigkeiten (dazu später) ging es zunächst in die Galerie.

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Wie bereits 2012 ist der größte Teil der Halle 1 eine Ausstellung – diesmal unter dem Motto:

Fotokunst rund um das Thema Musik

Na, wenn das nicht MEIN Thema ist

Detaillierte Informationen und der Ausstellungsplan dazu auch auf der Seite von Leica.

Hier habe ein paar Eindrücke der Ausstellung zusammengestellt. Auch wenn das Thema Musik einen Anker der Ausstellung bildet, sind die Themen Krieg und Zerstörung auf einigen Wänden auch sehr drastisch präsent. Teilweise nichts für schwache Nerven. Aber teilweise sehr eindrucksvoll fotografiert, z.B. die Serie des bekannten Musikers Bryan Adams. Da wird einem die Sinnlosigkeit jedes Krieges schonungslos vor Augen geführt.

Am liebsten habe ich mir die Fotografien von Jim Marshall angesehen. Das neu vorgestellte Buch steht jetzt auch hier im Büro im Regal.

Welche Neuigkeiten hatte sich Leica ausgedacht? Gleich am Eingang rechts waren sie an der Wand abgebildet:

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Ein echter Hingucker ist natürlich die M60 – 600 Puristen werden diese limitierte Serie sicher in Kürze in der Vitrine oder der Fototasche haben – eine digitale M ohne Monitor, nur über die klassischen Parameter zu steuern. Ein interessanter Ansatz – aber ich habe doch ganz gerne den Monitor zur Kontrolle, auch wenn ich ihn nicht jedesmal benutze, aber darauf verzichten möchte ich nicht.

Interessanter fand ich da die Ankündigung einer eigenen Foto-Community – der Leica Fotopark:

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Ich habe mir am Stand die Beta-Version angesehen. Gehostet auf deutschen Servern, optisch sehr ruhig gestaltete Oberfläche, ich fühlte mich an 500px erinnert. Man kann neben der Präsentation von eigenen Fotografien auch netzwerken, kommentieren und sogar Fotos drucken lassen. Als Labor ist Whitewall angeschlossen. Ich bin sehr gespannt auch den Start, es soll rechtzeitig vor dem Jahresende losgehen. Schon jetzt kann man sich vorregistrieren.

Für die Freunde des Noctilux gibt es zu berichten, daß es dieses Objektiv ab Ende Oktober auch in Silber geben wird. Ja, das ist ein Luxusproblem, ich weiß… aber wenn der Preis für mein schwarzes Noctilux passt, dann werde ich meines in die Silber-Variante tauschen. Ebenfalls in Silber auch das Summilux 35. Auch sehr schön.

Weiter ging es zum Außentermin – zu Fuß über die Deutzer Brücke zum Dom. Dort stand nämlich ein begehbares 360-Grad-Panorama von Hans-Georg Esch. Witzigerweise von Shanghai – dort war ich erst in letzten Woche und diese Stadt hat mich total fasziniert.

Einige Bilder gibt es auch auf der Website des Fotografen zu sehen – am interessantesten finde ich aber dieses Video dazu – auf jeden Fall in HD und Vollbild anschauen!

Nach Shanghai werde ich auf jeden Fall noch einmal reisen. Die wenigen Stunden in der letzten Woche machten nur Appetit auf mehr.

Dann ging es wieder zurück – und vor dem Eingang Süd entdeckte ich ein Café Vélo in Köln – ja wie gibt es das denn? Die Erklärung war einfach: der Neffe von Amin aus Hannover hat hier vor einigen Monaten ebenfalls mit einem fahrbaren Café gestartet. Ja, die beiden sehen sich schon irgenwie ähnlich

Zum Abschluß noch einige Impressionen aus der Halle 1 – wer noch Zeit hat, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen. Die Photokina dauert noch bis zum kommenden Sonntag.

Nun heißt es wieder zwei Jahre warten bis 2016.

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