Testbericht – Poster von Saal-Digital

Im Test Hahnemühle Photo Rag und Fuji Flex

Durch einen Artikel auf Jochen Müllers facebook-Seite seines Blogs Fotokulisse bin ich auf die Poster-Test-Aktion von Saal-Digital aufmerksam geworden. Das passte genau, da ich Saal-Digital als Lieferanten ohnehin ausprobieren wollte. Ich bat also um einen Gutschein-Code für die Testaktion und bekam diesen auch kurz darauf per eMail zugeschickt. Vielen Dank an dieser Stelle dafür

Aus dem vielfältigen Produktsortiment wählte ich zwei Poster aus: Hahnemühle Photo Rag und Fuji Flex. Die kannte ich bisher nur als Muster aus dem kleinen Musterbooklet von Saal-Digital oder von anderen Anbietern.

Als Motiv hatte ich mir ein Automobil-Portrait ausgesucht: einen 280 SE Cabriolet (W111), den ich kürzlich in Hannover vor die Linse bekam. Und zwar einmal in Schwarz-Weiß für das Photo Rag und einmal in Farbe für das Flex:

Beide Poster wurden im Format 30 x 45 cm bestellt und bereits am darauf folgenden Tag verschickt. Das war mehr als schnell, damit hatte ich nicht gerechnet. Die Lieferung erfolgte als flaches Paket – das war für mich neu, andere Lieferanten schicken auch 30 x 45 schon gerollt auf die Reise.

Positiv Kontraste, Farben und Materialanmutung

Zunächst das Positive: die Ergebnisse beider Varianten haben meine Erwartungen hinsichtlich der Produktqualität auf jeden Fall erfüllt.

Die Testkandidaten nebeneinander
Die Testkandidaten nebeneinander

Die Farbvariante auf dem Fuji-Flex hat mich in Sachen Brillanz, Kontrast und Detaildarstellung sehr beeindruckt. Es handelt sich hier um ein Kunststoffträgermaterial und kein Papier im herkömmlichen Sinne. Das lässt im Beispiel Chrom und Metallic-Lack regelrecht aufblitzen.

Beeindruckende Farben und Kontraste beim Fuji-Flex-Poster
Beeindruckende Farben und Kontraste beim Fuji-Flex-Poster

Die Schwarz-Weiß-Version auf dem Photo-Rag hatte genau den schönen Matt-Effekt, den ich besonders für diese Art von Bild sehr schätze. Tolle Kontraste und Detailgenauigkeiten im Schärfebereich des Bildes sind zu sehen, während der unscharfe Teil in sehr feinen Grauabstufungen dargestellt wird.

Sehr schönes und kontrastreiches Erscheinungsbild des Hahnemühle-Photo-Rag-Posters
Sehr schönes und kontrastreiches Erscheinungsbild des Hahnemühle-Photo-Rag-Posters

Negativ Ungeignete Verpackung

Nun zum (leider!) negativen Ergebnis: durch die ungeeignete Verpackung sind beide Poster nicht brauchbar! Das ist sehr schade, denn die tolle Qualität wird dadurch praktisch entwertet.

Besonders deutlich sind auf dem Fuji-Flex-Poster Abdrücke von der Wellpappen-Verpackung zu sehen. Bitte beim folgenden Bild auf den rechten Rand achten. Das Muster reicht mehrere Zentimeter in das Bild und lässt sich auch nicht wegwischen. Außerdem waren die Poster in einer Art Seidenpapier eingeschlagen – diese Papier hat auf beiden Postern unzählige kleine Fasern hinterlassen – völlig ungeignet, denn das Photo-Rag kann man davon nur sehr schwer befreien.

Abdruckmuster von der Wellpappe auf dem Fuji Flex Poster
Abdruckmuster von der Wellpappe auf dem Fuji Flex Poster

Beim Photo-Rag finden sich an den Ränder ebenfalls deutliche Druckstellen sowie leider Schleifspuren vom Einpacken oder der Produktion. Dieses Papier erfordert eine vorsichtige Handhabung, die Oberfläche ist sehr empfindlich. Wenn man das beachtet, ist das aber unproblematisch.

Abdruckspuren auf dem Hahnemühle-Photo-Rag-Poster
Abdruckspuren auf dem Hahnemühle-Photo-Rag-Poster

Mein Fazit: wirklich ausgezeichnete Produkte, schnelle Produktion und Lieferung – in meinem Fall leider durch die Beschädigung in einer ungeeigneten Verpackung nicht mehr brauchbar. Ich habe Kontakt mit dem Kundendienst aufgenommen und warte auf Rückmeldung und hoffentlich eine Ersatzlieferung. Ich empfehle dem Hersteller, auch Postergrößen, die noch nicht gerollt werden müssen, auf der Rolle oder einer anderen Verpackung – mit geeignetem, faserfreien Papier dazwischen – zu verschicken. Auf jeden Fall für die hier getesteten Varianten – andere Papiere mögen unempfindlicher sein.

  1. Vielen Dank für diesen wirklich aussagekräftigen Test. Da hoffe ich doch sehr, dass der Kundendienst reagiert und die Verpackung in Zukunft optimiert! Es ist ja eigentlich ein Hohn, dass mit bester Qualität ausbelichtet/gedruckt wird und das dann durch ungeeignete Verpackungsmaterialien zhunichte gemacht wird.

    • Peter, danke für Dein Feedback. Ja, das trübt das eigentlich sehr positive Bild. Aber dafür ist ja so ein Test auch mal gut – das lässt sich ja beheben – mal auf das Feedback von Saal-Digital warten. Auf den ersten Blick sieht die Verpackung ausreichend aus, ist sie aber nicht, viel zu weich und fusselig… und man weiß auch nicht, wer oder was im DHL-Sprinter da vielleicht drauf gestanden hat…

  2. …während wir hier so plaudern, kommt eben eine freundliche eMail von Saal-Digital in meiner Mailbox an. Ich erhalte eine Ersatzlieferung So kann auch gleich der Support-Prozess getestet werden, das war zwar nicht geplant, aber nun gut, das kommt eben vor beim Versand. Ich berichte, sobald es Neuigkeiten gibt – und das wird wohl sehr bald sein, den Saal-Digital ist wirklich fix.

  3. Hi Robert,

    danke für deinen interessanten Bericht. Dass du die Verpackung (gänzlich) als ungeeignet bezeichnest, sehe ich nicht so. Gerade die flache Verpackung eignet sich aus meiner Sicht wesentlich besser als die Rollenformate. Wie oft schon habe ich mich bei anderen Herstellern geärgert, dass ich meine Fotos oder Poster erst mal wieder glatt bekommen musste. Und auch beim Ein- und Ausrollen können viele Fehler Macken entstehen. Das von dir erwähnte Papier hat in der Tat Nachteile, insbesondere bei Photo Rag. Ich mag dieses Papier von Hahnemühle, jedoch ist es wirklich relativ empfindlich, was das Drüberwischen angeht. Hier sollte wirklich mit einem fusselfreien Verpackungsmaterial gearbeitet werden. Fuji Flex Poster habe ich auch schon bei Saal Digital bestellt, kann aber deine Erfahrung (in punkto Kratzer durch die Verpackung) nicht teilen.

    LG
    Jochen

  4. Ich möchte auch Saal digital für SW bestellen, aber das hier gelobte Ergebnis für Schwarzweiss kann ich leider gar nicht nachvollziehen,
    Zumindest hier kann ich überhaupt keine passenden Graustufen erkennen.
    Schade-unbrauchbarer Test.

  5. Hallo Herr Wulff, haben Sie schon mal auf dem von mir beschriebenen Papier bei Saal (oder auch in einem anderen Labor) bestellt oder ist das nur ein geplantes Vorhaben? Was stört Sie denn genau am Graustufenverlauf in dem von mir beschriebenen Beispiel?

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