Thorbjørn Risager in Husum

Das war wieder ein Weltklasse-Auftritt der 7-köpfigen Blues & Soul Combo um den Frontmann Thorbjørn Risager aus Kopenhagen. Ort des Geschehens war der Speicher Husum, der zu diesem Event mal wieder richtig gut besucht war. Gegen 20:45 Uhr ging es los. Nachdem ich die Band bereits in Hannover in der Bluesgarage gesehen hatte und drei Platten in meinem Regal stehen wusste ich ja in etwa, was mich erwartet. Es ging auch hier in Husum gleich mit ordentlichem Tempo zur Sache und es dauerte nur ein paar Minuten, bis die Band alle in ihren Bann gezogen hatte. Im Publikum waren alle Altersklassen vertreten, wobei mir doch einige rüstige Damen und Herren in der ersten Reihe durch besonders gute Laune und entspanntes Tanzen aufgefallen sind. Die Füße still zu halten ist bei dieser Musik auch schwer möglich.

Das Programm hat natürlich einen deutlichen Blues-Schwerpunkt, aber durch die ausgezeichneten Bläser-Einsätze von Peter Kehl (Trompete) und Kasper Wagner (Saxophone) sowie Emils Balsgård am Keyboard spannt sich der Bogen viel weiter, von Blues über Boogie-Ausflüge Richtung Soul. Eingerahmt von Peter Skjernings abwechlungsreichem Gitarrenspiel und der ordentlich Tempo machenden Rhythmus-Abteilung um Martin Seidelin (Schlagzeug) und Søren Bøjgård (Bass) lebt Thorbjørn Risager den Blues. Seine Stimme und seine Gitarre sind dabei unglaublich authentisch – er ist einer der Vertreter dieser Musikrichtung, die einen unverwechselbaren Charakter mitbringen und die man sofort heraushört.

Der Bandleader führte souverän durch das Programm. Die Titel wurden auf deutsch angesagt, und jeder, der Mikrofon auf der Bühne hatte, musst auch mal ran. Peter Skjernings Ansage allerdings war wieder auf dänisch – sein Deusch sei nicht so gut, scherzte er… er sei im Gegensatz zu den Band-Kollegen nur mit einem einzigen dänischen Fernsehprogramm aufgewachsen. Die Freude der zahlreich vertretenen dänischen Gäste war natürlich entsprechend groß. Thorbjørn Risager und Peter Kehl forderten das Publikum mehrmals zum Mitsingen auf und die Beteiligung dabei war ausgezeichnet. Die Band spielte zwei Sets von jeweils 60 Minuten, dazwischen gab es eine kurze Pause und die gute Stimmung im Saal wurde mit drei Zugaben belohnt.

Thorbjørn Risager und Band waren dieses Jahr auch auf einigen größeren Festivals vertreten, in Kanada auf Tour und werden im November wieder einige Termine in Deutschland absolvieren. Wer die Chance hat, diese Band live zu sehen, sollte sich das nicht entgehen lassen und auch eine etwas weitere Anreise in Kauf nehmen – es lohnt sich. Ich bin mir sicher, daß wir von dieser Formation noch einiges hören werden. Weiter so!

Wer die Band nicht kennt: bewegte Live-Bilder mit Ton in großer Anzahl im Netz, z.B. hier.

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