18 mm Landschaft Panorama

Leica M9 und kameraspezifischer Panoramakopf

Veränderte Ausstattung

Ende Juli habe ich hier über meine ersten Panoramas mit dem Super-Elmar-M (18mm) geschrieben. Nun kann ich von meinen Erfahrungen mit einer neuen Ausstattung berichten: Kamera und Objektive sind unverändert, aber ich habe die ersten Aufnahmen mit einer kameraspezifischen Ausrüstung von PT4Pano im Kasten. Basis bilden hierbei der Kugelkopf David2, das MultiRow VR-System und Kameraplatten für die verwendeten Objektive – ich habe mit 18mm und 50mm gearbeitet. Aktuell habe ich „nur“ einreihige 360-Grad-Panoramen erstellt – aber allein das ist schon ein sehr viel einfacheres Vorgehen als mit den sonst üblichen Systemen.

Konzentration auf das Motiv

Panorama-Hardware und -Software neigen oft dazu, dem Fotografen Zeit zu stehlen, die er eigentlich lieber mit seinem Motiv verbringen möchte. Wer Fehler bei der Anpassungseinstellung des verwendeten Systems auf Kamera und Objektiv macht, der benötigt beim Verarbeiten der Bilder viel zu viel Zeit mit Korrekturen, denn wenn die Aufnahmen nicht zueinander passen, dann hilft manchmal nur „Schummeln“.
Ganz anders meine Erfahrung mit der hier verwendeten Ausrüstung: ohne viel Nachdenken die Komponenten zusammengeschraubt, auf dem Stativ justiert und dann geht es auch schon los. Mit ein paar grundlegenden Vorüberlegungen kann man tatsächlich keinen Fehler machen. Mit der 18mm Brennweite werden 8 Aufnahmen, mit der 50mm Brennweite 24 Aufnahmen benötigt. Beim letzteren Setup kommt die M9 bei den letzten Bildern tatsächlich gewaltig in’s Schwitzen und der Fotograf braucht Geduld – die M9 ist leider recht langsam bei der Verarbeitung…

Beispiele 18mm

Fischteiche in der Langenhorner Heide
Fischteiche in der Langenhorner Heide

Die Aufnahmen der Langenhorner Heide sind aus jeweils 8 Bildern mittels Adobe Photoshop erstellt. Die hier gezeigten Bilder sind für die Website in der Höhe auf 1200 Pixel verkleinert und bieten dennoch eine sehr gute Detailtreue und damit einen lebendigen Eindruck vom fotografierten Rundblick. Als Stativ habe ich hier übrigens mein Manfrotto verwendet. Hier das Setup im Einsatz auf dem Stolberg.

Weitere Lektüre

LFI 5/2012 - PanoramafotografieMichael J. Hussmann hat in der LFI 5/2012 auf drei Seiten zum grundsätzlichen Vorgehen bei der Panorama-Fotografie und den Besonderheiten beim Einsatz der Leica M sowie der Verarbeitung der Bilder am Computer berichtet – meine Erfahrungen (mit Ausnahme der Software PTGui – damit habe ich nur einen ersten Versuch unternommen) decken sich hiermit. Die in dem Artikel vermisste Schritt-für-Schritt-Anleitung wäre zwar auch nicht schlecht, aber es geht auch ohne – ganz im Gegensatz zu anderen Ausrüstungen, denn dort sind tatsächlich mehrere Seiten durchzuarbeiten und Probebilder zu schießen und auszuwerten.

Fazit und Beispiel 50mm

Ich bin von der Arbeit mit dem neuen Panorama-Set begeistert! Das Nodal-Ninja-Set ist sicher nicht schlecht, vielleicht für eine SLR auch ausreichend, wenn man die entsprechenden Einstellungen vorgenommen hat. Aber mit der Leica M sind genau diese Einstellung doppelt mühsam. Wer die erstklassige Abbildungsleistung der M9 zusammen mit den vergleichbar kompakten Abmessungen auch für die Panoramafotografie nutzen möchte, der kommt an einem kameraspezifischen Set wie dem von mir verwendeten nicht vorbei.
Zum Abschluß hier noch ein Bild bestehend aus 24 Aufnahmen mit dem Summmilux-M.

Panorama in den Reußenkögen
Panorama in den Reußenkögen – Cecilienkoog, Sönke-Nissen-Koog, Reußenkoog, Sophine-Magdalenen-Koog, Desmerciereskoog, Hattstedter Neuer Koog
  1. Zwei weitere einreihige 360-Grad-Panoramen sind im Artikel „Unterwegs an den Osterseen“ zu finden.

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