Panoramen erstellen mit leichtem Gepäck

Panoramen – besonders mit 360-Grad, aber auch mit 180 Grad – bieten eine interessante Dokumentationsmöglichkeit. Während man ja mit jedem besseren Smartphone oder jeder kleineren Digitalkamera die benötigten Einzelbilder aufnehmen und mit einer geeigneten Software am PC „vernähen“ kann, wollte ich mal einen Versuch mit meiner Kamera unternehmen.

Ich bin überwiegend mit der Leica M9 unterwegs und hatte mir vor längerer Zeit auch schon einen NodalNinja Panorama-Aufsatz für’s Stativ besorgt.

Und genau da kommt jetzt die übliche Einschränkung in’s Spiel: das Stativ habe ich selten bis gar nicht „einfach mal so“ dabei – wohl aber mein GorillaPod – den Stativ-Ersatz für unterwegs. Was lag also näher, die ganze Hardware mal zusammenzubauen und die möglichen Ergebnisse auszuwerten.

Angespornt wurde ich noch durch einen Artikel aus der aktuellen LFI – hier wurde von der 360-Grad-Panoramaerstellung mit 8 Einzelbildern (bzw. 24 Bilder bei 360 Grad-Kugelpanorama) unter Verwendung des Leica Super-Elmar-M – und einem speziell für die Leica M abgestimmten Panoramakopf berichtet. Der von mir verwendete Panoramakopf hat genau die bekannten und beschriebenen Einschränkungen, ab er ist durchaus mit der M9 verwendbar und passt auch in meine kleine Fototasche. Aber den Panoramakopf von PT4Pano würde ich auch gerne mal ausprobieren…

Nach dem Fotoshooting habe ich die Bilder in Adobe Lightroom importiert, dort die Profilkorrektur für das benutzte Objektiv aktiviert und dann die entsprechenden 8 Bilder zum Vernähen an Adobe Photoshop geschickt. Anschließend die TIF-Datei wieder in Lightroom importiert und dort Beschnitt und einige Entwicklungseinstellungen vorgenommen.

Blick vom Stollberg
Blick vom Stollberg

Die ersten Ergebnisse für ein einfaches einreihiges Panorama sind erfreulich: man bekommt ein Bild in den Abmessungen 16833 x 4696 Pixel (nach Beschnitt) aus den verwendeten 8 Einzelbildern des 18mm Super-Elmar-M. Und das ist schon ausreichend groß genug, um auch Details heranzoomen zu können.

Fazit: der Stativ-Ersatz taugt mit Panoramakopf und mittelgroßer Kompaktkamera auf jeden Fall für ein einfaches Single-Row-Panorama. Das funktioniert z.B. auch auf der Rückenlehne einer öffentlichen Bank. Für ein Kugelpanorama wird es möglicherweise ein wenig wackelig – da muß auf jeden Fall ein stabiles Geländer als Befestigungsgrundlage vorhanden sein.

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